Ein Hobby für Alt und Jung!

Imkerei als Hobby ist eine nicht alltägliche Beschäftigung mit Bienen in und mit der Natur.
Sie ist eine ganzheitliche Aufgabe mit anspruchsvollen praktischen und theorretischen Aspekten. Die Bienenhaltung berührt sehr viele Bereiche und stellt den Imker vor immer neue Aufgaben und Herausforderungen. Abgesehen vom direkten Pflegeaufwand für die Bienen kann der Umfang der Aktivitäten der aktuellen Situation gut angepasst werden.
Neben den unvermeidlichen Ausgaben bietet die Imkerei den Vorteil, dass sich auch Einnahmen erzielen lassen. Satte Gewinne sind allerdings nicht in Aussicht.
Nach der Entscheidung für die Bienenhaltung ist die Wahl des Beutentyps und des Wabenmaßes die weitreichendste Entscheidung. Spätere Wechsel sind langwierig umständlich teuer und vor allem unnötig. Die Wahl der Beute ist in der Regel eine Entscheidung für eine bestimmte Betriebsweise. Sie legt den konkreten Arbeitsaufwand und auch den Bedarf an bestimmten Investitionen (z.B. Bienenhaus) fest.

Also wehe dem der einfach ohne detailliert vorbereitete Entscheidung die Ausrüstung eines alten Imkers übernimmt. Selbst geschenkt kann das sehr teuer werden.
Man beachte auch das Wabenmaß der Nachbarimker und Vereinskollegen. Kompatibilität hat stets Vorrang. Nur so ist Hilfe und Zusammenarbeit sinnvoll möglich.

Faszination Bienenvolk

Das Leben eines Bienenvolkes folgt in unseren Breiten einem Kreislauf, der eng mit den vier Jahreszeiten verbunden ist. Das Angebot an guter Nahrung bestimmt dabei die Aktivität als wichtigster Faktor. Aus der gesammelten Nahrung werden Vorräte angelegt, der eigene Bau vergrößert, sowie der Nachwuchs versorgt. In kargen Jahren muss ein Bienenvolk seine Aktivitäten auf ein Minimum reduzieren und die vorhandenen Resourcen geschickt einsetzen.
Die Königin der Honigbienen lebt drei bis vier Jahre und prägt während dieser Zeit den Charakter ihres Volkes. Durch Weitergabe ihrer Gene und ihrer Pheromone gibt Sie dem Stamm dadurch einen unverwechselbaren Charakter. Für Imker fängt das Bienenjahr im Spätsommer an und endet schließlich nach einer erfolgreichen Trachtsaison wieder im August.

Ohne die Gesundheitsfürsorge der Imkerin bzw. des Imker können auf Grund einer vor 30 Jahren eingeschleppten Krankheit (Varroa-Milbe) die Bienenvölker in Mitteleuropa nicht überleben.